Der Titel – Erweiterung des Heiligtums

Don Bosco vertraute im Jahr 1862 Don Cagliero an:

„Die Madonna will, dass wir sie unter dem Titel Maria Helferin verehren: die Zeiten sind so traurig, daß wir es nötig haben, dass die heilige Jungfrau uns hilft, den christlichen Glauben zu bewahren und zu verteidigen”.

Der Titel war nicht neu in der Kirche: seit 1500 stand er in den lauretanischen Litaneien; die Verehrung als Maria Helferin war schon zu Zeiten vom heiligen Pius V. bekannt. Seit dem Jahr 1684 gab es in München eine Maria Hilf Erzbruderschaft.
Papst Pius VII. führte das Maria-Hilf-Fest ein. Er legte es auf den 24. Mai, den Tag seiner Rückkehr nach Rom, nach der Befreiung aus der napoleonischen Gefangenschaft (1814). Im Jahr 1868 schrieb Don Bosco:

„ Eine Erfahrung von achtzehn Jahrhunderten zeigt uns, dass die heiligste Maria vom Himmel aus mit dem größten Erfolg ihre Mission als Mutter der Kirche und Helferin der Christen fortgesetzt hat, die sie auf Erden begonnen hatte “.

Im Jahr 1934 (dem Jahr der Heiligsprechung Don Boscos) begannen die Arbeiten zur Erweiterung und Verschönerung des Heiligtums.

*   Die Arbeiten erwiesen sich durch das Anwachsen der Bevölkerung im Stadtteil Torino – Valdocco   (pastorale und zivile Beweggründe),
*   durch die ungenügende Zahl von Ausgängen bei den großen Feierlichkeiten mit vielen Gläubigen (Motiv der Sicherheit) und letztlich dadurch,
*   dass man Don Bosco, nachdem er heilig gesprochen war, einen würdigen Altar widmen wollte, (spiritueller und salesianischer Grund) als notwendig.

Die Erweiterung wurde von den Architekten Mario Ceradini und vom Salesianer-Bruder Giulio Valotti geplant und ausgeführt.

Die grundsätzlichen Neuerungen waren:

* Der neue Don Bosco-Altar.
* Die Erweiterung des Altarraumes mit Zurücksetzung und Renovierung des Hauptaltares.
* Die zweite Kuppel von 12 Metern Durchmesser mit der lateinischen Inschrift:
——————– „ Hic domus mea, inde gloria mea “
———–„ Dies ist mein Haus, von dem mein Ruhm ausgeht “.
* Die zwei Seitenkapellen mit den dazugehörigen Emporen (die linke für die große Orgel, die größte aller Kirchenorgeln im Piemont).

Die zwei Kapellen sind miteinander durch einen Gang, in dem verschiedene kleine Altäre stehen, die Christus dem Gekreuzigten und verschiedenen Heiligen (dem hl. Josef Cottolengo, dem hl. Josef Cafasso, dem geistlichen Führer Don Boscos, dem hl. Pius V.) gewidmet sind, verbunden….
Die Ausschmückung der gesamten Kirche war dem Maler Cussetti übertragen worden.

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