Geschiche

Am 8. Dezember 1854 kam Dominikus Savio in diese Kirche, kniete sich vor den Altar der Immakulata und weihte sich ihr mit diesem kurzen Gebet (das dann später lange Zeit die Jungen der Salesianer auswendig lernten und sich zu eigen machten):

Maria, Dir schenke ich mein Herz. Mach, dass es immer Dein sei. Jesus und Maria, seid immer meine Freunde, aber um Gottes willen, lasst mich eher sterben, als dass das Unglück geschehe, dass ich auch nur eine Sünde begehe!”
Der Marienaltar, vor dem Dominikus Savio sich der Madonna geweiht hat, und das Bild, das die Gründung des Immakulata-Bündnisses am 8. Juni 1854 erinnert. Zwei Jahre nach der eigenen Marienweihe kniete sich Dominikus nicht mehr allein vor diesen Altar, sondern zusammen mit den besten Jungen des Oratoriums. Er hatte das „Immakulata-Bündnis” gegründet. Er hatte sich gefragt:
„Warum sollen wir jeder für sich allein versuchen, den andern Gutes zu tun? Warum sollen sich die Willigsten sich nicht in einem ‚geheimen Bündnis’ vereinigen, um eine kleine Gruppe von Aposteln unter den andern zu sein?” Don Bosco stimmte dem Projekt zu. Dominikus wusste nicht, dass ihm selber nur noch neun Monate zu leben blieben, aber er hatte sein Hauptwerk geschaffen.
Außer ihm selbst, der schon tot war, sollten alle seine Mitbegründer später Salesianer werden. Das Immakulata-Bündnis wurde über 100 Jahr lang in alle Salesianerhäuser übertragen, wo es immer eine Gruppe von engagierten Jugendlichen bildete und sichere Berufungen hervorbrachte. Und hinter dem Hauptaltar dieser Kirche verbrachte Dominikus Savio eine etwa sechs Stunden dauernde Ekstase vor dem Tabernakel.

In dieser Kirche feierte Michael Rua im Jahre 1860 seine Primizmesse. Don Michael Rua, ein Salesianer der allerersten Stunde (26. Januar 1854), hat in dieser Kirche unter den Augen Don Boscos 1860 seine erste heilige Messe gefeiert. Er war in der Nähe, nur wenige hundert Meter von Valdocco entfernt, geboren. Im Alter von 8 Jahren ließ ihn die Vorsehung mit Don Bosco, von dem er gehört hatte und der sein Leben für immer bestimmen wird, zusammentreffen. Als er ihn sah, bat er um ein Bildchen. Der Heilige, nachdem er intuitiv gespürt hatte, wie die Zukunft dieses Jungen mit seinem Leben verbunden ist, tat so, als ob er die Hand durchschneiden würde, während er sagte: Nimm, kleiner Michael, nimm: wir zwei werden immer alles teilen”. Der kleine Michael verstand es in diesem Moment nicht… er wird es in der Folgezeit verstehen, nach all den Jahren, die er an der Seite des Heiligen der Jugend verbrachte, indem er mit ihm zusammen für sie arbeitete. Don Bosco hatte es richtig gesehen: Michael Rua wird von diesem Moment an immer bei ihm bleiben und wird sein treuester und genialster Mitarbeiter sowie sein erster von ihm selbst bestimmter Nachfolger in der Leitung der Salesianer sein. Er war in allem ein großer und treuer Nachahmer Don Boscos, auch in der Heiligkeit. Er wurde von Papst Paul VI. am 29. Oktober 1972 selig gesprochen.

 

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