Kurze Geschichte

Die Seele des Unternehmens war der selige Don Filippo Rinaldi, der später der dritte Nachfolger Don Boscos und Generaloberer des salesianischen Werkes wurde. Der Plan wurde von dem Salesianermissionar Don Maggiorino Borgatello ausgeführt. Dieser Missionar hat das Verdienst, das Leben und die Kultur einiger Völkerschaften Lateinamerikas dokumentiert zu haben. Als er nach 26 Jahren aufreibender missionarischer Arbeit nach Italien zurückgekehrt war, wurde er Custos des Maria-Hilf-Heiligtums; er machte sich mit Begeisterung daran, all das Material zu sammeln, zu studieren und zu ordnen, das inzwischen von verschiedenen Orten eingetroffen war.

Die Eröffnung des Museums fand am 23. Mai 1918, am Vorabend des Maria-Hilf-Festes statt. Don Borgatello lebte noch 11 Jahre, während derer sein Werk wuchs und Zuspruch fand. Nach seinem Tod allerdings trat alles in Schatten und Schweigen. Dann wurde das Material infolge der Erweiterungsarbeiten am Heiligtum (1934-1938) und durch die Geschehnisse des zweiten Weltkrieges (1939-1945) unauffindbar.
Man sieht aber, dass die Madonna an der Seite des Heiligtums ein „Unterheiligtum” wollte, das die Bedeutung und Lebenskraft der marianischen Volksfrömmigkeit dokumentiert. Das geschah 1978, sechzig Jahre nach der Eröffnung der ersten Sammlung über Maria. So kam es, dass die prophetischen Worte der heiligen Jung-frau zu Don Bosco:
—————————————-HIER IST MEIN HAUS, VON HIER GEHT MEIN RUHM AUS”
auch in sichtbarer Form dargestellt werden konnten. Im Oktober 1978 wurde das Archiv von Bologna nach Turin gebracht und in den Räumen der Krypta des Maria-Hilf-Heiligtums aufgestellt.

Das „Historische Salesianische Archiv” von Bologna wurde so zum „Historischen und volkstümlichen Salesianischen Dokumentationszentrum über Maria” in Torino-Valdocco. Der Salesianermissionar Don Demetrio Zucchetti, der lange Jahre hindurch die Seele der Missionszeitschrift „Gioventù Missionaria” (Missionsjugend) war, stellte zu diesem Zweck nicht nur seine Räume zur Verfügung, sondern auch die nötige Einrichtung an Glasschränken und anderen Utensilien. Das machte eine unmittelbare Systematisierung und eine entsprechende Benutzung des Zentrums möglich. Von diesem Zeitpunkt an hatte das Maria-Hilf-Heiligtum wieder ein Dokumentationszentrum.

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